Interessenausgleich

Der In­ter­es­sen­aus­gleich ist ei­ne schrift­li­che Ver­ein­ba­rung zwi­schen dem Betriebsrat und Ar­beit­ge­ber über Fra­gen, die mit ei­ner vom Ar­beit­ge­ber ge­plan­ten Betriebsänderung zusammenhängen. Ge­gen­stand des In­ter­es­sen­aus­gleichs ist, ob über­haupt ei­ne Be­triebsände­rung durch­geführt wer­den soll , wel­chen Um­fang sie ge­ge­be­nen­falls hat  und in wel­chem Zeit­raum sie um­ge­setzt wer­den soll. Ein In­ter­es­sen­aus­gleich kann vom Be­triebs­rat nicht er­zwun­gen wer­den.  Letzt­lich kommt ein In­ter­es­sen­aus­gleich zu­stan­de, wenn der Ar­beit­ge­ber ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich ab­sch­ließen möch­te. Dies ist regelmäßg sinnvoll, da ohne Interessensausgleich Ar­beit­neh­mern, die auf­grund der Be­triebsände­rung ent­las­sen wur­den oder an­de­re Nach­tei­le er­lit­ten ha­ben Ausgleich der wirtschaftlichen Nachteile verlangen können, wenn der Ar­beit­ge­ber ei­ne Be­triebsände­rung durchführt, „oh­ne über sie ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich mit dem Be­triebs­rat ver­sucht zu ha­ben“. In der Praxis werden Interessenausgleich und Sozialplan oft zusammengefasst.